Zwischensparrendämmung - Vorteile, Kosten und Förderung

Die Zwischensparrendämmung kann man als klassische Form der Dachdämmung bezeichnen. Sie ist besonders für das normale Steildach geeignet. Erfahren Sie hier mehr über die Zwischensparrendämmung.

Foto: Zwischensparrendämmung
Zwischensparrendämmung im Dach | © Copit / shutterstock.com

Die Zwischensparrendämmung - eine Übersicht

Bei dieser Art der Dachdämmung kommt es lediglich zur Isolierung der Sparrenzwischenräume. Ein Sparren oder Dachsparren trägt die Dachhaut in einer Dachkonstruktion und verläuft von der Traufe (Tropfkante am Dach) zum First (waagerechte, obere Kante einer Dachform). Die Zwischensparrendämmung ist die häufigste und einfachste Methode der Dachdämmung. Solch eine Innendämmung ist daher nur mit geringen Kosten verbunden. Der entsprechende Dämmstoff, meist ein Klemmfilz, wird einfach passgenau zugeschnitten und eingesetzt.


Vorteile und Nachteile der Zwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung hat zwar nicht nur Vorteile, ist aber im Allgemeinen die beste Dachdämmung für einen kleinen Preis. In der untenstehenden Tabelle finden Sie die Vor- und Nachteile dieser Dämmart im Überblick:

NachteileVorteile
Vorhandene Verkleidung muss erst entfernt werden Dämmmatten lassen sich einfach anbringen
Theoretisch können viele Wärmebrücken entstehen Bessere Dämmwirkung als bei einer Untersparrendämmung
Es ist recht aufwändig, die Dampfsperre zu montieren Günstiger als eine Aufsparrendämmung (50 - 80 €/m²)

Aufbau der Zwischensparrendämmung

Sind alle Verkleidungen und etwaige alte Dämmungen entfernt, hat man (vom Dachboden aus) freie Sicht auf den Dachstuhl und die Ziegel. In die Zwischenräume der Sparren wird nun einfach der entsprechende Dämmstoff geklemmt. Diese Matten sind minimal überdimensioniert, sodass sie sich selbst tragen und eine optimale Dichtwirkung erzielen.

Sind die Sparren nicht hoch genug, um ausreichend Dämmmaterial anbringen zu können, werden zusätzliche Kanthölzer von unten angeschraubt. Hier spricht man von der sogenannten Aufdopplung. Um Schimmelbildung zwischen den Sparren zu verhindern, muss unter der Dämmung (Richtung Dachboden) in jedem Fall eine Dampfbremse installiert werden. Diese unterbindet die übermäßige Kondensation von Wasserdampf. Um die Dämmwirkung noch zu erhöhen, kann die Zwischensparrendämmung durch eine Untersparrendämmung ergänzt werden.


Welche Dämmstoffe sind für die Zwischensparrendämmung geeignet?

Die Dämmstoffe oder Dämmmaterialien sind hauptsächlich Dämmmatten, Klemmfilze oder Rollen aus Hanf, Zellulose, Schafswolle, Holzfasern, Steinwolle oder Glaswolle. Die Materialien lassen sich für die Zwischensparrendämmung relativ leicht auf Maß schneiden und durch ihre natürliche Flexibilität können sie konturgenau an die Dachsparren angepasst werden. Das Anpassen ist wichtig, denn nur so können Wärmebrücken zwischen Dämmstoff und Dachsparren vermieden werden.


Die Kosten der Zwischensparrendämmung - 50 bis 80 € pro Quadratmeter

Grundsätzlich ist die Zwischensparrendämmung eine recht günstige Möglichkeit, um Ihr Dach effizient zu dämmen. Vor- und Nacharbeiten nehmen in der Regel nur wenig Zeit in Anspruch, sodass besonders die Lohnkosten für Handwerker gering gehalten werden können. Im Gegensatz dazu bietet eine Aufsparrendämmung zwar eine bessere Dämmwirkung, ist aber gleichzeitig auch kostenintensiver, weil das Dach neu eingedeckt werden muss.

Abhängig vom Dämmstoff, entstehen bei der Zwischensparrendämmung etwa Kosten zwischen 50 und 80 Euro pro Quadratmeter. Die Dämmung eines 80 Quadratmeter-Daches kostet demnach zwischen 5.000 und 8.000 Euro.

DachdämmungPreis pro m²Kosten pro Dach (100 m²)
Zwischensparrendämmung 50 - 80 € pro m² 5.000 - 8.000 €

Kosten für Dämmstoffe

Die entstehenden Kosten für die Zwischensparrendämmung entstehen natürlich hauptsächlich durch Arbeiten. Die einzelnen Dämmstoffe sind preislich wesentlich günstiger, so gibt es den gängigen Knauf Klemmfilz 80 mm bereits für unter 5 Euro pro Quadratmeter im Handel. Das klingt natürlich erstmal verlockend.

Wir raten jedoch stark von einer selbst durchgeführten Zwischensparrendämmung "Make Eigenbau" ab. Energetische Sanierungen erhöhen die Energieeffizienz des Hauses, es muss weniger geheizt werden und eine Dämmung hilft so, Energiekosten zu senken und damit Geld zu sparen. Dies funktioniert jedoch nur bei einer fachmännischen und vernünftigen Montage der Dämmung.  Entsprechende Handwerksbetriebe stellen sicher das die Dämm-Maßnahmen richtig durchgeführt werden.

Als das wohl schwierigste bei der Zwischensparrendämmung gilt das Anbringen der Dampfbremse über den Dämmstoff. Sie hilft dabei den Dämmstoff vor Feuchtigkeit zu schützen. Neben dem Zuschneiden und anbringen der Dämmstoffmatten ist hier auf ein sauberes Verkleben der Folie zu achten. Alleine aus diesem Grund sollten Sie lieber einen fachmännischen Handwerksbetrieb beauftragen.


Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt für jede Zwischensparrendämmung eine finanzielle Förderung mit einem reinen Zuschuss oder zinsgünstigen Krediten. Voraussetzung ist nur, dass der Antrag im Vorfeld zusammen mit einem Energieberater eingereicht wird.

KfW-ProgrammFörderung
KfW-430 (Zuschuss) 10 % der Gesamtkosten (maximal 5.000 €)
KfW-152 (Kredit) 50.000 € | 0,75 % Zinsen | 7,5 % Tilgungszuschuss